"Vatast" du noch oder "kaphast" du schon? - über den richtigen Zeitpunkt für deinen Frühjahrsputz



Der tiefe, kalte Winter ist Zeit des Nährens, der Rückzugs, der Hingabe, des Loslassend und der Stille. Um das vorherrschende Vata-Dosha (das Bewegungs-Prinzip) des späten Winters zu beschreiben, genügt ein Blick auf meine Schienbeine; kalt, rau, trocken sind Eigenschaften, die mir da entgegenlachen. Unser Vata ist nun in Blüte und will ab und an besänftigt werden. Süßes, warmes, deftiges und "erdiges"Essen sind fein für Körper und Geist. Mit Ölen und Fetten halten wir im Innen (Essen) und Außen (Selbstmassage mit Ölen) die Trockenheit und Rauheit des Vata-Doshas gut in Schach.

Aber während wir uns durch die Vata-Zeit essen, hegen und pflegen wird eine zweite Kraft in uns wach und nimmt stetig zu, das Kapha-Dosha.

Shishira ritu, so wird der späte Winter bezeichnet, ist eine Phase in Jahr, in der der Körper mehr und mehr Kapha einlagert. Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird , beginnt dieses Kapha zu lösen, verflüssigt sich und wird zum dominanten Dosha. Wer von Natur mit einer guten Portion Kapha versorgt wurde, sprich wer in seiner Grundkonstitution viel Kapha-Anteile hat, bemerkt vielleicht auch eine zunehmende Schwere, Antriebslosigkeit, eine depressive Verstimmung oder es zeigt sich in Form von in die Höhe kletternden Zahlen auf der Waage. Ich hab meist schon recht früh im Jahr das Gefühl mal zu entlasten, zu kuren, zu detoxen, aber Ayurveda mahnt hier zur Geduld... Eine Fastenkur früh im Jahr würde das ohnehin erhöhte Vata zu sehr mobilisieren und den Körper und das Nervensystem zusätzlich stressen. Vielleicht auch ein Grund, warum so manches Neujahrs-Diät-Wunschkonzert ein Reinfall wird. Man spricht im Ayurveda auch von „vata pushing kapha“. Darunter versteht man, dass ein erhöhtes Vata zu Kapha-Symptomen wie Gewichtszunahme und Lethargie führen kann. Das ist wie eine Schutzreaktion; bevor noch mehr Vata und Auszehrung passiert, wird maximal in den Aufbau von Gewebe investiert. Cleverer Körper ;-). Also ist alles - wie so oft - eine Frage des richtigen Timings. Die Fastenzeit vor Ostern ist kein kalendarischer Zufall, sondern genau die Zeit, in der der Körper sehr effektiv seinen Frühlingsputz umsetzen kann. Der ayurvedische Frühling beginnt Ende Feber, spür hinein, wann für dich das Bedürfnis kommt, klar Schiff zu machen und dann leg los! Von einigen Tagen Entlastung mit Reis und Dhal bis zu einer vierwöchige Deluxe-Panchakarma-Kur in Indien ist dann alles möglich und ein wahres Geschenk für deinen Tempel aus Fleisch und Blut. In der kältesten Zeit des Winters können wir also die schweren, fetten, nährenden, süßen Nahrungsmittel wunderbar verwerten, unser Agni (das Verdauungsfeuer) war auf seinem jährlichen Höhepunkt. Selbst für ein gutes Glaserl Wein gibt's von Ayurveda nun einen Daumen noch oben :-). Aber von nun an geht´s bergab..., zumindest was unsere Verdauungskraft betrifft, bis wir im Sommer die Talsohle erreichen.

Auf der ayurvedischen Speisekarte für den späten Winter sollten also warme und nährende Mahlzeiten stehen. Nicht vergessen, dies beinhaltet auch ausreichend viele und qualitativ gute Fette! Mit zunehmendem Licht im Außen sollte man sich immer mehr an leichter Verdaulichem orientieren.

Ich bleib bis Mitte/Ende Feber bei meinen Suppen, Eintöpfen, viel Wurzelgemüse und co, gut und reichhaltig gewürzt, lass aber mehr und mehr (dunkel-) grünes, bitteres Gemüse in den Topf wandern z.B. Mangold, Spinat, Brennnessel und Kräuter.

Und am wichtigsten ist und bleibt, dass es dir schmeckt und du es genießt! Nur so fließen die Verdauungssäfte auf optimale Weise, das Agni (Verdauungsfeuer) brennt und du kannst das Allerbeste für dich aus deiner Nahrung holen.

Wenn du Lust hast gemeinsam eine ayurvedische Frühjahrskur durchzuführen, dann schau mal HIER vorbei.

MELTING.INTO.SPRING wird ONLINE vom 7. März-16. März stattfinden und ich würd mich freuen, wenn du mit dabei bist!


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