Ayurveda: Die 3 Säulen eines langen, gesunden Lebens



Ein Grund, warum ich Ayurveda so lieb gewonnen habe und darauf vertraue ist, dass er mir immer wieder zeigt, dass ich nur so hoch fliegen kann, wie tief ich in der Lage bin, meine Wurzeln in der Erde zu verankern. Diesen Halt braucht es auf der körperlichen und geistigen Ebene und die ayurvedische Lehre bricht dies im Wesentlichen auf 3 Faktoren herunter, die essenziell für ein gesundes, harmonisches und stabiles Leben sind.


Ein Teil von mir würde seine Zeit ja viel lieber auf dem Meditationskissen als in der Küche am Herd zubringen, aber was ich lernen durfte ist, dass ich nur dann eine gute Verbindung zu meiner Essenz aufbauen kann, wenn ich zuerst tief in meinem Körper lande und seine Bedürfnisse gut erfüllen kann.




LET FOOD BE YOUR MEDICINE!


Die erste Säule eines stabilen und gesunden Lebens ist nach Ayurveda die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen.

Hier kommen 3 einfache Tipps rund ums Nährende...


1) VERGISS mal alles, was du über Ernährung und Diäten gelesen hast und SPÜRE mal, was dir an Nahrung gut tut; körperlich und auch geistig/emotional. Schau, was du gut verdauen kannst und was keine Beschwerden mit sich bringt. Lerne wieder dir selber zu vertrauen! Je näher du wieder an deiner Urnatur bist, umso selbstverständlicher wird dein Körper nach genau den, für dich richtigen Lebensmitteln ein Verlangen entwickeln. Allerdings ist das ist bei dem Bombardement an Ernährungsempfehlungen rund um uns gar nicht so leicht; vegan, Paleo, Low Carb, Intervall-Fasten und wie die Trendsetter gerade alle heißen, raten uns eindringlich zur einzig wahren und ultimativen Form der Ernährung. Aber Tatsache ist, was für mich wunderbar funktionieren mag, ist für dich vielleicht genau das Verkehrte und umgekehrt.


1) Lerne einzuschätzen, wie gut dein AGNI, dein VERDAUUNGSFEUER brennt. Dein Agni schwankt im Laufe des Jahres, des Tages, mit den Lebensbedingungen, mit deinem Zyklus, etc..

So ist es beispielsweise sinnvoll, die größte Mahlzeit um die Mittagszeit zu sich zu nehmen, wenn das Agni am stärksten brennt und da das den natürlichen Zyklus unseres Metabolismus unterstützt. Wenn du allerdings um 11:30 ein megastressiges Meeting hattest und du um 12:30 in der Kantine noch immer völlig außer dir bist, wird dein Agni möglicherweise auch nicht gerade in Bestform sein. Warte mit dem Essen, bis du ruhiger und gelassen bist. Hunger ist immer ein gutes Zeichen, dass Agni gefüttert werden will.


3) Koch selber, iss möglichst viel warm und lass industriell verarbeitete Produkte weg. Verwende am besten viel FRISCHE, HEIMISCHE und BIOLOGISCHE Zutaten....für viiiieeel Prana (Lebensenergie ❤)! Koch Essen mit Zutaten, die deine Urgroßmutter bereits am Tisch hatte und die sie erkennen würde.

GEWÜRZE unterstützen dein Agni und machen alles leichter... Ingwer, Chili, Kurkuma, Kreuzkümmel, Fenchel, Pfeffer, Zimt und co. halten dein Feuer am Lodern. Hilf deiner Verdauung bei der Arbeit und unterstütze somit die Nährstoffaufnahme. Eine gut funktionierende Verdauung holt selbst aus recht nährstoffarmer Nahrung noch das Beste raus, während ein schwaches Agni selbst mit liebevoll zubereiteten, nährstoffreichen, biologischen Speisen zu kämpfen haben wird.



HAVE A BLISSFUL SLEEP AND SWEET DREAMS!


Über den Schlaf gäbe es eine Menge zu erzählen, aber wir wollen es hier erst mal schlicht und einfach halten...


1) Geh um SPÄTESTENS 22:00 ins Bett und frühmorgens raus aus den Federn, das liebt unsere Natur. Die Stunden vor und nach Mitternacht sind die Stunden, in denen "the magic happens", sie sind transformierend und alles andere als eine untätige Zeit. Es wird verdaut, regeneriert, verarbeitet, entgiftet, um- und aufgebaut - körperlich wie geistig.


2) Zwischen 6 und 8 STUNDEN UNGESTÖRTER SCHLAF sind ideal. Je nach Konstitutionstyp hast du mehr oder weniger das Bedürfnis lange zu schlafen. Vata (die kinetische Energie) weckt uns meist recht früh während Kapha (das Strukturprinzip) uns gern nochmals die Decke übern Kopf ziehen lässt....


3) Vermeide es tagsüber zu schlafen. Powernapping lag zwar mal im Trend, aber nach ayurvedischer Auffassung macht der Tagesschlaf eher matt und träge als frisch und erholt. Und wenn dir schon mal die Äuglein tagsüber zufallen, dann schau, dass es nicht länger als 20 min sind. Das heißt aber natürlich nicht, dass wir uns tagsüber nicht mal ausruhen dürfen, nur eben nicht gleich dabei wegbüseln 😉.

Dies gilt nicht in dieser Form, wenn du schwanger bist, erschöpft oder krank bist und auch für ältere Menschen gibt es andere Empfehlungen.



BE WISE WITH YOUR ENERGY


Die 3. ayurvedische Säule für ein langes und gesundes Leben ist der Umgang mit der uns zur Verfügung stehenden Energie.


Sowohl Ayurveda, als auch Yoga und Tantra bieten einen wahren Schatz, eine Fülle von Möglichkeiten, Techniken und Ansätzen wie man seine Power stärkt, fokussiert, lenkt und aufrechterhält. Hier 3 Tipps in knackiger Kürze:


1) MEDITATION: Egal welche, der zahlreichen Formen der Meditation du präferierst, es geht zunächst immer darum ,den Fokus vom Außen ins Innen zu lenken, die Sinne zurückzuziehen, das was täglich an Reizen auf uns einprasselt mal für einige Zeit auszuschalten und nach innen zu sehen, zu hören, zu spüren. Erst dann können wir erst mal bemerken, wie es um uns und unsere Energie steht und was wir eigentlich brauchen. Und hier ist die Reise noch lang lang nicht zu Ende, hier beginnt sich unser inneres Universum erst zu öffnen und gibt uns Einblicke, die wir durch das laute Alltagsgetöse überhören und übersehen würden.


2) Stärke dein PRANA, deine Lebensenergie, deinen Lebensatem. Praktiziere Atem-Übungen (pranayama) und lerne die Energie zu lenken. Pranayama hilft dir, auf ganz subtiler Ebene körperliche und geistige Spannungen und Blockaden abzubauen und ist somit auch eine Wohltat für dein Nervensystem. Damit du wieder ganz im Fluss deiner Power bist, hier eine einfache Übung:

Setz dich ruhig und aufrecht hin, schließ die Augen, atme durch die Nase ein und aus, zähle mit wie lange deine natürliche Einatmung dauert und auch die Ausatmung. Bring sie langsam in Gleichklang, gleich lange ein wie aus...


3) Schau gut auf dein OJAS (deine Widerstandskraft, dein Immunsystem, deine Stärke im Allgemeinen). Wir können Ojas und Prana sehr gut durch frische und saisonale Nahrungsmittel aufbauen, wenn wir allerdings Tag für Tag gestresst durch Leben hetzen, wird der Effekt einer gesunden Ernährung sich in Grenzen halten. Finde Wege, dir Regeneration auf einer TÄGLICHEN Basis ermöglichen. Finde Wege Stress zu reduzieren, physischen und vor allem auch psychischen. Einmal im Monat in die Therme oder gar erst auf den nächsten Sommerurlaub zu hoffen, ist viel zuwenig ;-).


Falls du eine Katze zuhause hast, schau sie dir genau an; die meiste Zeit ist sie mit Dösen und Pflegen beschäftigt, wird es interessant, weil grad eine Fliege ihr Sichtfeld kreuzt oder sie den Dosenöffner hört, ist sie blitzschnell und punktgenau da. Sie hat unmittelbaren Zugang zu ihren Energieressourcen. Diesen natürlichen Wechsel von An- und Entspannung kannst du übrigens auch wundervoll in einem Yogakurs erlernen.


Viel Gesundheit und Stärke wünsche ich dir!

Von Herzen, Ulli

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